Der Schlüssel um Missverständnisse zu verhindern:

Miteinander kommunizieren 

Und schon wieder habe ich mich selbst dabei ertappt! Was eine fehlende Kommunikation oder gar keine Kommunikation für eine enorme Unsicherheit und unnötige Komplikationen/Konflikte mit sich bringt. Es entstehen Missverständnisse, Interpretationen und Frust.

Wir denken und zerdenken uns Worte, Taten und Handlungen. Wir glauben tatsächlich in den Köpfen anderer lesen zu können.

Statt miteinander zu kommunizieren, fressen wir alles in uns hinein und entwickeln uns somit zu einer tickenden Zeitbombe. Die selbst durch einen leichten Windhauch sofort zu explodieren droht.

Diese Gefühlsexplosion zerstört unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und macht uns selbst unglücklich. Denn es entstehen unendliche und unnötige Interpretationen, die fern von der Realität sind.

Um das zu verhindern, ist Kommunikation in allen Lebensbereichen und Situationen unerlässlich.

Reden ist Gold

Es fällt uns nicht immer einfach alles auszusprechen, was wir in dem Moment fühlen oder denken. Und natürlich gibt es auch nicht wirklich den richtigen Zeitpunkt dafür.

Doch genau das ist es.

Je länger wir nur darüber nachdenken, umso mehr Raum lassen wir uns für Interpretationen. Das Ganze führt nur dazu, dass wir uns einen Gefühlsstau auflasten. Die Situation wird nicht einfacher, im Gegenteil.

Wenn uns etwas auf dem Herzen oder im Magen liegt, sollten wir darüber reden. Es ist eine Wohltat und eine unglaubliche Erleichterung. Schnell merkt man, dass es meistens nur kleine Missverständnisse waren. Die durch ein paar klare Worte aus dem Weg geräumt werden können.

 

Aber was genau ist es, was uns davon abhält miteinander zu kommunizieren?

Es ist natürlich auch Unsicherheit, aber größtenteils sind es unsere Ängste, die uns davon abhalten, dass zu sagen was uns beschäftigt. Wir denken uns die schlimmsten Szenarien aus und fürchten uns somit Dinge anzusprechen. Die uns entweder nicht gefallen, uns verletzen oder sogar enttäuschen.

Denn, wir haben Angst unseren Gegenüber vor dem Kopf zu stoßen, ihn zu verletzen oder gar zu verlieren.

Was uns ebenfalls große Angst bereitet ist: Die Angst, dass unsere eigenen Erwartungen nicht erfüllt werden.

Doch das alles passiert in unseren Köpfen, denn in Wahrheit und in den meisten Fällen geschieht genau das Gegenteil.

Das ehrliche und offene miteinander Sprechen verschafft uns Klarheit und gegenseitige Erleichterung. Man weiß, was in dem anderen vorgeht und kann somit all diese Missverständnisse aus der Welt schaffen.

Nein, eigentlich entstehen sie erst gar nicht wenn wir miteinander kommunizieren.

 

  

 Selbst schöne Dinge auszusprechen fällt uns oft schwer

Wir möchten unseren Gegenüber nicht überfordern. Oder ihnen das Gefühl geben, sie einzuengen. Selbst dabei fangen wir an zu denken und abzuwägen, ob wir dies oder jenes aussprechen sollten.

Denn es würde bedeuten, wir machen uns verletzlich, in dem wir unsere Gefühle zeigen oder sagen. Und das ist so unglaublich schade, denn so entsteht eine Gefühlskälte. Es ist wie eine unsichtbare Wand, die zwischen uns steht und damit eine innige Verbindung verhindert. Es ist toll für uns selbst und für unser Gegenüber schöne Worte  auszusprechen.

 

Dinge ansprechen, die nicht so schön sind

Wir mögen es nicht wie jemand mit uns umgeht. Wir mögen es nicht wie jemand mit uns spricht. Wir mögen es nicht wenn sich jemand nicht meldet. Wir mögen es nicht, das jemand immer zu spät kommt. Usw…

Oder :

Es stört uns, dass unser gegenüber nicht aufmerksam ist. Es stört uns, dass unser gegenüber nicht aufrichtig ist. Es stört uns, dass unser Gegenüber gefühlskalt ist. Usw…

Und es brodelt förmlich in uns, wir werden wütend, sauer und sind frustriert. Und das alles ist unser eigenes Vergehen, denn wir reden nicht miteinander.

Solange wir es nicht aussprechen, wird sich auch nichts ändern. Natürlich kann es unser gegenüber nicht auf unserer Stirn lesen, was uns beschäftigt.

Klar zieren wir uns davor, es ist auch nicht immer einfach, Dinge ehrlich anzusprechen. Speziell wenn es um negativ behaftete Dinge geht. Es erfordert Mut und Überwindung, aber gleichzeitig verhindert es Frustrationen.

Klar und ehrlich zu sagen was uns stört, fühlt sich im ersten Moment unangenehm an. Aber zeitgleich entwickelt sich auch eine ehrliche und aufrichtige Basis, egal in welcher Form von Beziehungen.

Das Beste was uns passieren kann, ist offen und ehrlich zu kommunizieren. Somit verhindern wir Interpretationen und Frust.

Interpretationen entstehen in erster Linie dann, wenn unsere Erwartungen nicht erfüllt werden

Da wir nicht miteinander kommunizieren!

 

Wir glauben wirklich, manchmal für andere denken und fühlen zu können. Wir interpretieren in ihren Gedanken und ihrer Gefühlswelt. Erstellen uns somit unsere eigene Geschichte. Unser Gegenüber hat keinen blassen Schimmer davon. Denn natürlich kann keiner wissen was in unseren Köpfen vorgeht.

Wie Interpretationen entstehen ist wirklich ein Phänomen, das wir sehr gut beherrschen. Sogar Meister darin sind.

Sobald wir emotional involviert sind, entstehen Erwartungen und Hoffnungen. Bewusst aber auch unbewusst. Und sobald diese Erwartungen nicht erfüllt werden, fangen wir an zu interpretieren, warum und weshalb.

Ein Fragezeichen Marathon beginnt.

Und das Fatale daran ist: Wir stellen uns selbst Fragen und interpretieren selbst die Antworten zusammen. Unsere Phantasie von Fehlinterpretationen ist grenzenlos.

Typisch:

Frage: Warum sagt er mir nicht, dass er mich liebt?

Antwort: Der liebt mich nicht.

Schön hineininterpretiert…

Wir erwarten es, geliebt zu werden. Wir erwarten Aufmerksamkeit. Wir erwarten Empathie. Wir erwarten Verständnis. Und verrückter Weise erwarten wir, dass das unser Gegenüber automatisch macht.

Doch es passiert nicht, weil wir nicht miteinander kommunizieren. Und sofort haben wir das Gefühl, nicht verstanden zu werden. Wir bekommen das Gefühl, nicht geliebt zu werden. Wir bekommen das Gefühl, nicht die Aufmerksamkeit zu kriegen, die wir verdienen oder uns wünschen. Das sind Erwartungen, die wir stellen.

Die allerdings unmöglich zu erfüllen sind, wenn wir nicht miteinander kommunizieren, sondern sofort hineininterpretieren.

 

Wir bestrafen andere durch unser Schweigen und unsere Interpretationen

Typische Sätze :

Was hast du denn, ist alles ok?

Ja alles gut!

Sag doch was los ist?

Es ist nichts!

Bis das Fass über läuft und wir unsere Gegenüber mit Vorwürfen bombardieren. Die meistens ungerechtfertigt sind, da wir ihnen nicht ein einziges mal die Möglichkeit geben, sich zu beteiligen. Sie werden vor Tatsachen gestellt ohne zu wissen was passiert ist. Und das alles, weil wir interpretiert und nicht miteinander kommuniziert haben.

Ist das nicht ungerecht?

Ich selbst habe es vor einigen Tagen erlebt. Ich habe mir meine Geschichte schön zusammengebastelt und interpretiert was das Zeug hält.

Denn meine Erwartungen wurden nicht erfüllt.

Mein gegenüber hatte keine Ahnung warum ich mich merkwürdig verhalte. Selbstverständlich hat er es gespürt. Doch ich habe ihn mit schweigen bestraft. Absolut unfair. Warum machen wir das?

Aus Angst etwas zu zerstören

Aus Angst jemanden zu verlieren

Aus Angst jemanden zu verletzten

Aus Angst jemanden unrecht zu tun

Aus Angst selbst im unrecht zu sein

Aus Angst unsere Hoffnung zu verlieren

Und zu guter letzt aus Feigheit.

Ich habe es nicht auf die Reihe bekommen, einfach zu reden, bevor sich die Situation unnötig zuspitzt und eskaliert. Dabei wäre es so einfach gewesen. Die Dinge anzusprechen, die mir durch den Kopf gingen und mich verletzten.

Das tat ich dann auch. Und es war eine unglaubliche Erleichterung beiderseits. Wir stellten fest, das wir beide das Gleiche wollten und uns doch missverstanden fühlten. Mit zwei ehrlichen Sätzen war das Missverständnis geklärt.

Es ist unsere eigene Auffassung und Interpretation, die uns oft in diese miesere Lage bringt.

Wir sehen in dem Fall nur uns und zwar als Opfer einer Situation, ohne uns in die Lage des anderen zu versetzen.

Es sind unsere eigenen Gedanken und Erwartungen, die wir an andere richten. Werden sie nicht erfüllt, interpretieren wir. Und wünschen uns im besten Falle unser Gegenüber würde unsere Gedanken lesen können.

Es entstehen so viele Missverständnisse und Enttäuschungen, die absolut unnötig sind. Und die wir alle verhindern können, indem wir einfach nur miteinander kommunizieren. All diese Interpretationen würden nicht entstehen, wenn wir ehrlich zu uns und unserem Gegenüber sind, uns offen über das austauschen was uns beschäftigt. Und natürlich geben wir damit auch unserem Gegenüber die Möglichkeit, ihre Version der Geschichte mitzuteilen. Denn sie haben möglicherweise auch etwas auf dem Herzen und möchten es loswerden. Das ist ein ausgeglichenes und harmonisches miteinander. Aussprache lässt keinen Raum für Fehlinterpretationen.

In dem Sinne.

Einen schönen, kommunikativen Tag 😉

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast 

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Liebe Grüße

Teuta

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